Projekt:
Zeitreise. Die Erfahrungen meiner elterlichen Familien zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren von existenziellen Grenzerfahrungen geprägt. Die beiden Familien wurden in dem strengen Winter 1944/45 aus ihrer bisherigen Heimat in Schlesien vertrieben, und die Frauen mussten zu Fuß Hunderte Kilometer weit fliehen, während die Männer noch im Krieg waren oder schon nicht mehr lebten. An den Ankunftsorten waren sie nirgends willkommen.
Mein Vater geriet 1944 in Frankreich in Kriegsgefangenschaft und durfte erst ein Jahr nach Kriegsende wieder nach Deutschland zurückkehren.
Ich schaue auf unvorstellbare Erfahrungen meiner Familie zum Ende des Zweiten Weltkriegs, als Hitlers Schreckensherrschaft endlich (!) ihr Ende fand.
Hunger, Erschöpfung, Kälte und die anschließende Erfahrung, es überlebt zu haben, waren überaus prägende Erfahrungen in meiner Familie.
Und ich sehe, welcher Überlebenswille damit verbunden gewesen sein musste, dass meine Mutter, meine fünf Tanten und meine beiden Großmütter das überlebt haben, während viele andere Menschen buchstäblich »auf der Strecke geblieben sind«.
Und ich sehe auch, was nach dem Krieg daraus erwachsen ist.







Projekt:
»Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.« – Georg Christoph Lichtenberg
Vor nicht allzu langer Zeit kannte ich Arztpraxen nur von sehr selten notwendigen Besuchen.
Seit einigen Jahren muss ich aus verschiedenen Diagnosegründen regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen und Behandlungen.
Ich bin sehr dankbar, dass es Ärzte und Behandlungsmöglichkeiten gibt, um die Grenzen meiner Gesundheit mit Fachwissen und Medikamenten in erträglichem Maß zu halten.
Die fotografische Auseinandersetzung mit meinen diversen Arztbesuchen bildet mein zweites Projekt.






