Komm näher.
Schau genau hin.
Siehst Du es? Nein?
Komm noch näher.
Noch näher.
Jetzt ist es Nähe.
Grenzen im häuslichen Alltag, das sind Eichstriche, Füllstriche, Orientierungsmarken – sie leiten uns an, und sie nehmen es nicht übel, wenn sie nicht strikt beachtet werden.
Vor diesem Hintergrund ist meine lakonische Serie mit Ruhe ausstrahlenden Bildern entstanden.







»Mir sin so knapp, dass mir no jäns der Grenze müent go yykaufe.«
Tramverkehr. Die Tramlinie 8 fährt in dichtem Takt vom schweizerischen Basel nach Weil am Rhein in Deutschland. In Deutschland kann man günstiger einkaufen. Das Trämmli wird rege genutzt und ist immer voll besetzt.
Auf dem Weg von CH nach D kontrolliert die deutsche Bundespolizei in jüngster Zeit in jeder 8er-Tram die Reisedokumente. Auf dem Weg von D nach CH kontrolliert gelegentlich der Schweizer Zoll, ob die Warenwert-Freigrenze eingehalten wird.
Einzukaufen in Deutschland kommt dem Zugeständnis gleich, nicht genug Geld zu haben, um den Einkauf in der Schweiz bequem zahlen zu können.








In der analogen Welt waren technische Grenzen klar erkennbar. Jeder wusste, dass bei der Überschreitung des Höchstdrucks in der Anlage Gefahr droht. Natürlich gab es auch Versuche, die Grenzwerte zu umgehen, etwa um mehr Leistung aus der Maschine herauszuholen. Aber die Folgen waren in der Regel unmittelbar.
Mit den analogen Gerätschaften sind auch die warnenden Marker obsolet geworden.
Und in der digitalen Welt? Wir ertrinken in einer Flut von Daten. Wir glauben oft, die freie Wahl zu haben, welche wir zur Kenntnis nehmen und welche nicht.
Ein Kipppunkt ist weniger leicht zu erkennen. Legen wir rechtzeitig die Hebel um?
![1 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/1_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
![2 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/2_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
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![4 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/4_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
![5 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/5_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
![6 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/6_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
![7 Küc Grenze Küc [] Almut Kückelhaus Ergebnis](https://leicht-sinn.de/wp-content/uploads/2026/06/7_kuec_Grenze-kuec-Almut-Kueckelhaus_ergebnis.webp)
Grenzen kann ich unterscheiden in Sicherheitsgrenzen für alle Menschen und Grenzen für mobilitätseingeschränkte Menschen. Einige sind sinnvoll, andere aber manchmal unüberwindlich oder mit großen Umwegen verbunden.
Sinnvoll sind die Grenzstreifen an Haltestellen oder auf Bahnhöfen für sehbehinderte Menschen.
Sinnvoll sind auch Geländer für gehbehinderte Menschen.
Besonders schlimm sind Rolltreppen oder nicht funktionierende Aufzüge.
Grenzen gibt es für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder für Eltern mit Kinderwagen.
Es gibt in Deutschland noch viel zu tun für Barrierefreiheit.







Eine Grenze interessiert mich in letzter Zeit besonders: der Verlauf von Farbaufträgen in der Malerei – ihr Übergang von scharf zu unscharf. Also loslassen, einfach Farbe auftragen, trocknen lassen, dann gespannt mit den Augen und der Kamera die Schärfe im Bild verfolgen, bis sie sich langsam ins Nirvana verliert. Haiku mal anders.







Was ist mit der optischen Grenze von scharf zu unscharf? Was geschieht mit dem Bild, wenn ich mit weit geöffneter Blende z. B. ein Blatt fotografiere? Wunderschön ist es für das Auge, dem Schärfeverlauf ins Unscharfe zu folgen und zu entdecken, was für ein »Hero« entsteht.






